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Seetaler Alpen

Der Zirbitzkogel ist der höchste Gipfel der Lavanttaler Alpen. Diese bilden den Überbegriff für die Seetaler Alpen und die Saualpe. Sie gehören zu den Zentralalpen, die wiederum ein Bestandteil der Ostalpen sind. Die Seetaler Alpen verfügen über 14 Zweitausender-Gipfel und einen Zweitausender-Übergang. Drei Gipfel auf einmal zu ersteigen ist kein Problem: Relativ nah stehen Kreiskogel, Scharfes Eck und Zirbitzkogel aneinandergereiht. Sie bilden die markante Horizontlinie der Seetaler Alpen.

Typisch für das Gebiet sind die vielen Seen, die großteils als Karseen entstanden sind. Sie gaben den Seetaler Alpen ihren klingenden Namen.
Trotz seiner vergleichsweise geringen Höhe (2.396 m) weist der Zirbitzkogel ausgeprägten Hochgebirgscharakter auf.

Das Wort „Zirbitz“ stammt vermutlich vom slawischen „crevenica“. Es bedeutet „rot“ und könnte auf die Farbe der vorherrschende Vegetation anspielen: Die weit verbreitete Rostblättrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum) ist regional besser als „Almrausch“ bekannt. Zur Zeit der Almrauschblüte erstrahlen ganze Hänge in intensiven rot-rosa Farbtönen.

Quelle: Zuenelli, Romana: Kulturlandschaftsdynamik in den Seetaler Alpen. Diplomarbeit Universität Graz 2000.

 

Naturschutzgebiet Zirbitzkogel

Einzigartige Kostbarkeiten der Natur

Am Zirbitz konnten bis heute einzelne arktische Arten wie das Schneehuhn überleben: Sie sind seltene Relikte der Eiszeit, die sich hier ansiedelten, da das Gebiet weder vollständig vergletschert noch vollkommen bewaldet war.
Bereits 1966 wurde der Zirbitz als Naturschutzgebiet ausgewiesen, später wurde er in die Liste der steirischen „Natura 2000 Regionen“ aufgenommen, seit Mai 2006 gehört er zu den „Europaschutzgebieten“.

Diese wichtigen Maßnahmen des Naturschutzes verdankt er seinem besonderen Vogelreichtum, vor allem dem äußerst seltenen Mornellregenpfeifer. Dieser Vogel, der eigentlich aus der subarktischen Zone am nördlichsten Rand Europas und Asiens stammt, brütet mit einigen Paaren in manchen Gebirgsregionen Europas. Zu den höchsten dieser geographisch völlig isolierten Brutplätzen gehört der Zirbitzkogel. Wichtig für seinen Bestand ist die Beweidung der Almen: Der Mornellregenpfeifer benötigt kurzrasige, ausgedehnte Almflächen.

Gelegentlich ist auch der Steinadler zu beobachten, der das Gebiet jedoch nur zur Nahrungssuche aufsucht. Weitere wichtige Vorkommen gibt es von Wanderfalken und dem Birkhuhn.

Beliebt ist das Gebiet aufgrund einiger sehr seltener Arten aber auch bei Schmetterlingskundlern. Dazu zählt der nur am Zirbitz vorkommende Schmetterling „Elophos zirbitzensis“ oder der sehr seltene Grasfalter „Erebia claudina“.

Auch rare Besonderheiten der Pflanzenwelt hat das Naturschutzgebiet zu bieten: Bekannt sind die sehr seltene Schierlingssilge (Conioselinum tataricum) sowie das Dreispaltige Labkraut (Galium trifidum) – das am Zirbitz als einziger Standort in Österreich vorkommt.

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