Gesunde Zirbe
Schon unsere Großeltern wussten über die beruhigende Wirkung des Zirbenholzes Bescheid. Hitzige Debatten wurden in Zirbenstuben ausgetragen. Und Kleinkinder, die in Wiegen aus Zirbenholz lagen, schrieen weniger oft. Diese Beobachtungen dienten dem Forschungsinstitut Joanneum Research als Ausgangspunkt der Studie über die Auswirkungen der Zirbe auf die Gesundheit.
Besser entspannen dank Zirbe
30 Erwachsene wurden über Monate hindurch ausgetestet. Dazu wurden körperliche und mentale Belastungstests abwechselnd in Zirbenzimmern und Räumen mit Holzdekor durchgeführt. Mit Hilfe hoch auflösender EKG-Rekorder wurden Herzfrequenz, vegetative Parameter und die Erholung untersucht. Die Ergebnisse waren selbst für die Wissenschafter überraschend.
Die Personen, die in Zirbenzimmern trainierten, konnten sich viel schneller erholen. Zirbenholz bewirkt demnach bei körperlichen und mentalen Belastungen niedrigere Herzfrequenzraten. Die Herzfrequenz ist die wichtigste Größe eines komplexen Zusammenspiels an dem Herz, Kreislauf, Atmung, Temperatur, Stoffwechsel und psychomentale Einflüsse beteiligt sind. Durch Zirbenholz wird der Erholungsprozess des vegetativen Systems wesentlich beschleunigt. Dieses autonome System reguliert Funktionen, auf die wir nur bedingt Einfluss haben: Herztätigkeit, Blutdruck und Verteilung der Blutströme, Atemtiefe und -frequenz, die Wärmeregulation oder die Drüsensekretion (Speichel, Verdauungssäfte …).
Das Zirbenbett – ein Garant für guten Schlaf
Deutlich fielen die Ergebnisse der Schlafstudie aus: Im Zirbenholzbett wurde eine wesentlich bessere Schlafqualität gemessen. Die bessere Erholung während der Nacht senkte die Herzfrequenz (um im Mittel bis zu 9 Schläge pro Minute). Die Gründe dafür sind einfach: Man kann sich im Zirbenbett von Beginn der Nachtruhe an gut erholen. Das bedeutet, die notwendige Entspannung tritt rascher ein. Dadurch verläuft der Schlaf günstiger mit einem größeren Tiefschlafanteil und weniger Wachphasen. Zudem dauert der für die Schlafqualität besonders wichtige erste Schlafzyklus im Zirbenbett deutlich länger. Diese positive Wirkung der Nachtruhe im Zirbenbett bleibt auch tagsüber bemerkbar – die Herzfrequenz bleibt niedriger. Die durchschnittliche Ersparnis beträgt 3.500 Herzschläge pro Tag, was etwa einer Stunde Herzarbeit entspricht.
Der Grund dafür liegt im Zirbeninhaltsstoff Pinosylvin, der den Puls senkt. Schläft man in einem Bett aus Zirbenholz, gleicht sich der Herzschlag schneller der Atmung an. Dieses Mitschwingen des Herzens mit der Atmung bedeutet einen wichtigen Schutzfaktor für das Herz. Man weiß heute, dass man vor einem Herzinfarkt besser geschützt ist, wenn das Herz mit der Atmung mitschwingt.
Das „sauberste“ Holz
Warum lagerten unsere Vorfahren ihre Aussteuer und andere wertvolle Kleidung in kunstvoll geschnitzten Zirbentruhen? Warum wurde auch für Getreidemühlen und -truhen Zirbenholz häufig eingesetzt?
An der Universität Salzburg wurden Ahorn, Buche, Fichte, Pappel, Zirbe auf ihre antibakterielle Wirkung getestet. Dazu wurde eine genau festgelegte Menge von Bakterien auf desinfizierte Holz-Schnittflächen aufgebracht. Nach einiger Zeit in feuchter bzw. trockener Umgebung wurde die Entwicklung untersucht.
Auf dem Zirbenholz konnten kaum lebensfähigen Bakterien nachgewiesen werden. Zirbenholz ist somit wesentlich hygienischer als Kunststoff! Diese starke Wirkung gegenüber Schadorganismen wie Pilzen und Bakterien kann auf das im Zirbenholz eingelagerte Pinosylvin zurückgeführt werden. Zirbenholz verfügt über die stärkste antibakterielle Wirkung aller heimischen Holzarten.
Das erstaunliche Ergebnis: Zirbenholz behindert die Entwicklung der Kleidermotte deutlich stärker als alle anderen getesteten Holzarten:
Larvenanzahl nach 15 Wochen
Zirbe (mit Zirbenölbehandlung): - 65 %
Zirbe (ohne Zirbenölbehandlung): - 48 %
Fichte: - 36 %
Birke: - 9 %
Spanplatte - 8 %
Auch die Fresslust der Mottenlarven ist bei Zirbenholz deutlich geringer. Die Zirbe verfügt somit über die stärkste schädlingsabwehrende Wirkung aller heimischen Holzarten. Verantwortlich dafür ist das im Zirbenholz enthaltene a-Pinen.












