Zirbe hat einen Vogel
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Zirbelnüsse sind eine nährstoffreiche und haltbare Ganzjahres-Nahrung für Tannenhäher. Selbst in nussarmen Jahren lassen die Vögel ein Fünftel der Nüsse liegen, die zu neuen Nahrungsbäumen kommender Vogelgenerationen heranwachsen. Der Tannenhäher ernährt sich in der Zirbenregion ganzjährig fast ausschließlich von Zirbelnüssen, womit er auch seine Jungen füttert. Ein Tannenhäherpaar benötigt etwa 6 bis 10 Hektar Zirbenwald um jährlich durchschnittlich zwei Jungvögel groß zu ziehen. |
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Ihre Vorratslager legen die Tannenhäher vor allem am Rand erhöhter Felskuppen oder unter schützenden Baumkronen an, damit sie in schneereichen Wintern leichter erreichbar sind.
In einem Vorratslager werden meist drei bis vier Nüsse, selten bis zu 25 aufbewahrt. Die große Anzahl versteckter Samen (bis zu 100.000/Tier) ermöglicht es dem Tannenhäher auch in samen- und insektenarmen Jahren zu überleben.
Zirbelnüsse als Hähernahrung
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Zirben und Tannenhäher sind hochspezialisiert aneinander angepasst. Ein Tannenhäher versteckt 100.000 Zirbelnüsse und lässt zehntausende davon wachsen: Der Tannenhäher ist somit der nachhaltigste Zirbenpflanzer! Im Mittel enthält ein Zapfen um die 90, maximal 160 Samen. Das Gewicht von 1.000 Samenkörnern variiert zwischen 150 g und 350 g. Die Samen der Zirben sind damit 30 Mal schwerer als die Samen der Waldkiefer und dadurch viel zu schwer, um noch mit dem Wind transportiert zu werden. Die Zirbe bietet ihre wohlschmeckenden Zirbelnüsse daher den Tannenhähern als Nahrungsgrundlage an. Die kalorienreichen Zirbensamen (5.750 kcal/kg) decken den Grundnahrungsbedarf der Vögel für den ganzen Jahreslauf ab. |
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In ungünstigen Jahren müssen die Häher die Zirbelnüsse von weit her holen.Die Elterntiere können in ihrem speziell ausgebildeten Kehlsack 60 Nüsse aus 15 km Entfernung bei einer Überwindung von 700 Höhenmetern heranschaffen. Die Häher tragen die Zirbensamen dabei auch bergauf, wohin diese von selbst nicht fallen könnten. Selbst in nussarmen Jahren „vergessen“ die Tannenhäher rund ein Fünftel der versteckten Nüsse, sodass daraus zahlreiche Zirben keimen können. Die Zirbe wird auf diese Weise im rauen Gebirgsklima über die Vorratsverstecke der Häher bestens verbreitet.
Erstaunlicher Gedächtniskünstler
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In guten Nussjahren horten Tannenhäher-Pärchen mehr als 200.000 Zirbelnüsse in Vorratslagern. Sie meistern nicht nur die unglaubliche Aufgabe, sich bis zu 14.000 Verstecke zu merken. Jeder der Gedächtniskünstler merkt sich auch, wo wenige oder viele Nüsse liegen. Beobachtungen zeigen, dass die Vögel beim Eingraben der Samen eine ähnliche Stellung einnehmen, wie beim Ausgraben. Daher wird angenommen, dass sich die Vögel bestimmte Winkel zu Horizonten, Bäumen sowie zu Feldlinien des Erdmagnetfeldes merken können. Darüber hinaus zeigten Experimente, dass sich die Tannenhäher mit 99-prozentiger Genauigkeit nicht nur die Verstecke, sondern auch die Menge der vergrabenen Nüsse merken. |
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Selbst das Fehlen einer einzigen Nuss mit einer nachträglichen Ergänzung beantwortet. Einzelne Tannenhäher erinnern sich sogar, ob in Verstecken mehr oder weniger Nüsse von Mäusen geraubt wurden und reagieren darauf im nächsten Jahr, indem sie diese verlustreichen Stellen meiden. Quelle: Univ.-Doz. Dr. Johannes Gepp (Naturschutzbund Steiermark)















