Der Zirbitzkogel

Ohne die höchste Spitze der Seetaler Alpen wäre das Leben hier ein anderes. Der Zirbitzkogel ist mit 2.396 m ü. A. die höchste Erhebung der Seetaler Alpen. Er liegt südlich des oberen Murtales in der Steiermark nahe der Grenze zu Kärnten. An seinem Südabhang entspringt die Lavant, ein linker Nebenfluss der Drau. An der Nordostflanke entspringt der Granitzenbach, der in die Mur mündet.

Egal ob man dem Gipfel jede Woche einen Besuch abstattet oder ihn lieber von der Ferne betrachtet, für die Bewohner des Zirbenlandes wird der Zirbitz mit dem Wort „Heimat“ verbunden. Der Zirbitzkogel gilt als einer der beliebtesten Wander- und Tourenschiberge der Steiermark. Der Zirbitz ist ein leicht zu besteigender Berg, der auch für Anfänger geeignet ist. Der besondere Reiz liegt daran, dass die Seetaler Alpen trotzdem ausgeprägtes hochalpines Flair zu bieten haben. Als Besonderheit am Zirbitzkogel gilt das bewirtschaftete Schutzhaus am Gipfel.

 
 

Für den richtigen Weitblick

Bis zum Gipfel des Zirbitzkogels

 

Der Zirbitz kann von vier unterschiedlichen Richtungen bestiegen werden:

Judenburg, Obdach, Reichenfels oder Neumarkt

Was all diese Richtungen gemeinsam haben? Das letzte Stück zum Gipfel und die wunderschöne, einzigartige Aussicht wenn man dann auch noch das letzte steile Stück geschafft hat.

Eine 360° Drehung beim Gipfelkreuz sollte man sich ebenso wenig entgehen lassen, wie ein „Belohnungs-Zirbenschnapserl“ auf der höchst gelegensten Hütte der Steiermark, dem Helmut-Erd-Schutzhaus auch Zirbitzkogel-Schutzhaus genannt.

 

Host gwusst, dass...

...sich der Name Zirbitzkogel nicht von der Zirbe ableitet

 

Der Name Zirbitzkogel leitet sich nicht, wie vielfach angenommen wird, von den im Gebiet stellenweise bestandsbildenden Zirben ab, sondern vom slowenischen zirbiza, das mit Rote Alm übersetzt werden kann und auf die häufig vorkommende Rostblättrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum) hinweist. In der Gegend wird dieses Rhododendrongewächs Almrausch genannt, möglicherweise ein Hinweis auf die Giftigkeit der Pflanze.

Aufgebaut ist der Zirbitzkogel aus kristallinem Gestein; Schiefer, Gneise und Granite herrschen vor. Trotz seiner vergleichsweise geringen Höhe weist er ausgeprägten Hochgebirgscharakter auf. Sein Relief wurde von eiszeitlichen Gletschern sowie späteren Hangbewegungen geformt. Im sehr quellenreichen Gebiet liegen einige Karseen, wie zum Beispiel die beiden Winterleitenseen.

 

 

Auf den Berg, fertig, looos...

Die drei beliebtestens Wandertouren auf den Zirbitz

 

Winterleitenhütte

Vom Parkplatz kurz vor der Winterleitenhühte führt der gut markierte Weitwanderweg Nummer 308 über die Winterleitenseen in die schöne Berglandschaft. Nachdem man den Talkessel überquert hat, verläuft der „Schreiber Steig“ entlang steil abfallender Berghänge und führt direkt zum Gipfel hinauf.

Dauer: 1,5-2,5 Stunden

Sabathyhütte

Von der Sabathyhütte führt der Weg (316) zum Gipfel des Zirbitz über ursprüngliche Zirbenwälder. Zuerst kommt man zur Linderhütte, dann zum malerischen Lindersee, von dort geht der Steig in steilen Kehren zum Gipfel hinauf.

Dauer: ca. 2 Stunden

Waldheimhütte

Durch den Zirbenwald hinauf zur Rothaidenhütte (48), dann weiter in Richtung Maria in der Lärche, von wo aus man den 322-Weg direkt zum Gipfelkreuz nehmen kann.

Dauer: 3-4 Stunden

 

Für besonders Sportliche...

Trailrunningtour Zirbitzkogel

 "Ein Fazit gleich zu Beginn: Lass dich von Nebel oder Wolken im Tal nicht von einer lässigen Tour abhalten! Denn 1. hat jede Witterung seinen Reiz und 2. ist es auf den Bergen oft schöner, als man im Tal vermuten würde!"  

​Norbert Wastian berichtet über die wunderschöne und zugleich anspruchsvole Zirbitz Tour. Unter Presse/Downloads kannst du dir den Gesamtbericht kostenlos herunterladen.